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Alle anzeigenMartin Ahrends
Martin Ahrends, 1951 in Berlin-Zehlendorf geboren, ist ein deutscher Schriftsteller und Redakteur. Im Jahre 1957 siedelte er nach Kleinmachnow über und studierte nach seinem Abitur 1970 Musik, Philosophie und Theaterregie in Berlin. Dort arbeitete er als Redakteur bei der Monatszeitschrift "Musik und Gesellschaft" und als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Komischen Oper Berlin. Seine Einstellung zur Solidarnosc-Bewegung in Polen in den Jahren 1980 und 1981 führte zu einem Arbeitsverbot, woraufhin er Hilfsarbeiten bei privaten Handwerksbetrieben und der evangelischen Kirche tätigte. Einem 1982 gestellten Ausreiseantrag in die Bundesrepublik Deutschland, in der noch immer Teile seiner Familie lebten, wurde 1984 stattgegeben. Dort arbeitete er zwischen 1986 und 1994 in Hamburg als Redakteur und freier Mitarbeiter bei der Zeit, dann als freier Schriftsteller, ab 1990 in Berlin, seit 1996 wieder in Kleinmachnow. Ahrends erhielt Preise und Würdigungen für sein Werk, zuletzt das Alfred-Döblin-Stipendium der Berliner Akademie der Künste.
Ilse Aichinger
Ilse Aichinger wurde 1921 in Wien geboren und wuchs nach der Scheidung ihrer Eltern größtenteils bei ihrer Großmutter und in Klosterschulen auf. Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten gelang es ihrer Zwillingsschwester Helga 1939, nach England zu emigrieren, ihre jüdische Mutter, eine Ärztin, verlor mit der Praxis und der Wohnung jegliche Existenzgrundlage. Während die Großmutter sowie die jüngeren Geschwister der Mutter 1942 deportiert und ermordet wurden, überlebten Mutter und Tochter. Nach dem Krieg begann Aichinger ein Medizinstudium, das sie aber abbrach, um ihren Roman "Die größere Hoffnung" zu schreiben. In den Jahren 1949 und 1950 arbeitete sie als Verlagslektorin beim S. Fischer Verlag, der auch ihre Werke veröffentlichte. 1951 wurde sie zur Gruppe 47 eingeladen, von der sie ein Jahr später mit dem Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Hier lernte sie ihren späteren Mann Günter Eich kennen. Aichinger lebte in Lenggries, am Chiemsee, in Großgmain, nach dem Tod ihres Mannes und ihrer Mutter in Frankfurt a.M., seit 1988 wieder in Wien.
Christoph Wilhelm Aigner
Der Lyriker Christoph Wilhelm Aigner wurde 1954 in Österreich geboren. Sein Geld verdiente er unter anderem als Fußballer. Seit 1985 ist er Verleger der Salzburger AV Edition. Heute lebt er in Rom und in der Toskana.
Maike Albath
Maike Albath, 1966 geboren, schreibt Kritiken und Reportagen für mehrere Zeitungen (von "NZZ" bis "Frankfurter Rundschau") und erhielt 2002 den Alfred-Kerr-Preis. Sie ist Moderatorin verschiedener Rundfunkanstalten (Deutschlandradio Berlin, Sender Freies Berlin, Deutschlandfunk) sowie Autorin von Radiofeatures (beispielsweise über Dante). Seit 2002 moderiert sie das Studio LCB.
Jean-Christophe Ammann
Jean-Christophe Ammann, 1939 in Berlin geboren, war bis 2002 Direktor des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt am Main, leitete zuvor das Kunstmuseum Luzern und die Kunsthalle Basel und war für die Biennale Paris 1971 Schweizer Kommissar. Er ist ein weltweit gefragter Kunstkenner und arbeitet derzeit als Professor an der Universität Frankfurt.
Egon Ammann
Egon Ammann (*1941) hat zusammen mit seiner Frau Marie-Luise Flammersfeld den Ammann-Verlag gegründet und geführt. Ende Juni 2010 wurde der Verlag geschlossen.
Angelica Ammar
Angelica Ammar wurde 1972 in München geboren. Sie übersetzte zahlreiche Werke aus dem Spanischen und Französischen. "Tolmedo" (2006) ist ihr erster Roman.
Juri Andruchowytsch
Juri Andruchowytsch, 1962 geboren, ist ein ukrainischer Romancier, Essayist und Lyriker - und hat unter anderem Rilke ins Ukrainische übertragen. Der Autor wurde durch seinen Roman "Zwölf Ringe" in Deutschland schlagartig bekannt.
Friedrich Ani
Friedrich Ani wurde 1959 in Kochel am See geboren. Von 1981 bis 1989 arbeitete er als Reporter und Hörfunkautor. Heute lebt er als Schriftsteller in München. Zu seinen zahlreichen Veröffentlichungen zählen neben einer großen Anzahl an Kriminalromanen auch mehrere Kinder- und Jugendbücher. Überdies ist Ani als Drehbuchautor tätig, so stammen unter anderem mehrere Folgen der TV-Reihe „Tatort“ aus seiner Feder.
Andreas Anter
Andreas Anter, 1960 in Detmold geboren, ist Professor für Politikwissenschaft. Er war Lektor beim Rowohlt Verlag und Programmchef beim Reclam Verlag Leipzig und lehrt seit 2001 u.a. an den Universitäten Leipzig und Bremen Politische Theorie und Innenpolitik.
Jakob Arjouni
Jakob Arjouni (1964-2013) war ein deutscher Schriftsteller. Nach dem Abitur zog es ihn für ein Studium nach Montpellier, das er aber abbrach und sich daraufhin mit Jobs als Kellner, Badeanzugs- und Erdnussverkäufer seinen Lebensunterhalt verdiente. In dieser Zeit entstand der erste der Kriminalromane mit dem Protagonisten Kayankaya, für die er bekannt werden sollte. 1992 erhielt er für den dritten Roman dieser Reihe, "Ein Mann, ein Mord", den deutschen Krimi-Preis. Darüber hinaus verfasste Arjouni weitere Theaterstücke, Romane und Kurzgeschichten.
Heinz Ludwig Arnold
Heinz Ludwig Arnold, 1940-2011, gründete 1963 die Zeitschrift für Literatur "Texte + Kritik". Er veröffentlichte zahlreiche Lexika (wie z.B. das "Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur" und das Pendant zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur) und Editionen und war Herausgeber der elfbändigen Antologie "Die deutsche Literatur seit 1945" (1995 bis 2000).
Katrin Askan
Auf ihrer eigenen Website schreibt Katrin Askan, dass sie schon mit Zwölf wusste, was sie mal beruflich machen würde: Stunt-Frau für DEFA-Produktionen. Katrin Askan ist 1966 geboren - und 20 Jahre später - wie sie in ihrer Vita beschreibt - "abgehauen"; also auf abentuerlichen Wegen - "im Kofferraum" - nach West-Berlin geflüchtet. Heute lebt sie in Köln und ist keine Stunt-Frau geworden, sondern Schriftstellerin.
Asfa-Wossen Asserate
Asfa-Wossen Asserate, Prinz aus dem äthiopischen Kaiserhaus und damit direkter Nachfahre des letzten Kaisers von Äthiopien, wurde 1948 in Addis Abeba geboren. Der Bürgerkrieg zwang die Familie zur Emigration nach Deutschland, wo Asserate Geschichte und Jura in Tübingen und Cambridge studierte und in Frankfurt am Main promovierte. Die Revolution in Äthiopien verhinderte die Rückkehr in seine Heimat. Heute ist er als Unternehmensberater tätig, sein Buch "Manieren" machte ihn als Autor bekannt.
Verena Auffermann
Verena Auffermann, 1944 in Höxter geboren, ist Literaturkritikerin und schreibt für diverse Feuilletons und Radiosender (u.a. "Die Zeit", "Literaturen", DeutschlandRadio Köln und Berlin). Von 2010 bis 2012 war sie Jury-Vorsitzende für den Preis der Leipziger Buchmesse.
Ernst Augustin
Ernst Augustin: Ein Kritiker nannte den Verfasser von neun Romanen einmal einen "großartigen, zuweilen großartig unterschätzten Autor." Ernst Augustin wurde 1927 geboren, arbeitete als Arzt, Neurologe und Psychiater, davon viele Jahre in Entwicklungsländern. Ernst Augustin zählt zu den großen Außenseitern der bundesrepublikanischen Nachkriegsliteratur. Heute lebt er in München.
Dieter Bachmann
Dieter Bachmann wurde 1940 in Basel geboren. Er hat zehn Jahre lang die Kulturzeitschrift "du" geleitet. Bekannt wurde er durch seine Reportagen und Essays. Bis 1985 war er Mitglied des Stiftungsrats der Pro Helvetia und von 2000 bis 2003 war er Leiter des „Istituto Svizzero di Roma“. Heute lebt er vorwiegend in Italien.
Lothar Baier
Lothar Baier wurde 1942 in Karlsruhe geboren und war freier Autor. Er arbeitete für die taz, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Rundschau, die Zeit, den Merkur, den Berliner Freitag, den Deutschlandfunk und die Zürcher Wochenzeitung und galt als einer der größten Kenner der französischsprachigen Welt. 1982 wurde er als erster mit dem Jean-Améry-Preis ausgezeichnet, 2003 mit dem Gerrit-Engelke-Preis. Am 11. Juli 2004 nahm Baier sich in Montreal das Leben.
Gerbrand Bakker
(*1962 in Wieringerwaard/ NL) studierte niederländische Literaturwissenschaft, arbeitete als Übersetzer von Filmuntertiteln und ist ausserdem diplomierter Gärtner. Oben ist es still (2008) wurde in fast 20 Ländern veröffentlicht und mit dem hochdotierten IMPAC Dublin Literary Award ausgezeichnet. Zuletzt erschienen: Juni (2010)
Christoph Bartmann
Christoph Bartmann, 1955 geboren, ist Literaturkritiker der "SZ" und seit 2006 Leiter der Abteilung "Wissen und Gesellschaft" in der Münchener Zentrale des Goethe-Institutes.
Christa Baumberger
Christa Baumberger ist eine Schweizer Germanistin.
Reinhard Baumgart
Reinhard Baumgart (1929-2003) war ein deutscher Schriftsteller und Literaturkritiker. In den 60ern trat er zunächst als Autor hervor. In den folgenden Jahren arbeitete er als Lektor beim Piper Verlag, wo er unter anderem Ingeborg Bachmann betreute. Als Kritiker der ZEIT wurde er in den 90ern zu einem der schärfsten Kritiker von Marcel Reich-Ranicki und dem "Literarischen Quartett".
Thommie Bayer
Thommie Bayer ist Schriftsteller und Musiker. Er wurde 1953 in Esslingen geboren. Bayers Thema als Romancier ist die Darstellung der Bewältigung des Alltäglichen und seiner Tücken.
Jürgen Becker
Jürgen Becker, 1932 in Köln geboren, ist Lyriker und erhielt zahlreiche Ehrungen. In den 60ern war er Lektor bei Rowohlt, in den 70ern beim Suhrkamp-Theaterverlag. Von 1974 bis 1993 leitete er die Hörspielabteilung des Deutschlandfunks.
Jurek Becker
Jurek Becker wurde am 30. September 1937 in Lodz geboren, wobei dies keine sichere Angabe ist. Sein Vater erhöhte sein Alter und damit seine Überlebenschancen im Ghetto von Lodz, da man ältere Kinder dort arbeiten ließ und erinnerte sich als einer der wenigen Überlebenden der Familie Becker nach dem zweiten Weltkrieg nicht mehr an das genaue Datum. Becker überlebte die Konzentrationslager Ravensbrück und Sachsenhausen. Während seine Mutter 1945 an Unterernährung starb, traf er seinen Vater als Ausschwitz-Überlebenden wieder und zog gemeinsam mit ihm nach Ost-Berlin. Von 1957-1960 studierte er an der Humboldt-Universität Philosophie, bis er diese aus politischen Gründen verlassen musste. 1969 erschien sein bedeutenster Titel "Jakob der Lügner", aus Trotz und Zorn geschrieben, nachdem dieser als Drehbuch von der DEFA (Deutsche Film AG), bei der er seit 1962 beschäftigt war, abgelehnt wurde. Becker beteiligte sich 1976 am Protest gegen die Biermann-Ausbürgerung. Er starb am 14. März 1997 in seinem Landhaus in Sieseby an einem Krebsleiden.
Hermann Beil
Hermann Beil, 1941 in Wien geboren, ist ein österreichischer Theaterdramaturg und -regisseur.
Hans Bender
Hans Bender, 1919 in Mühlhausen geboren, ist Verfasser zahlreicher Romane, Erzähl- und Gedichtbände. Zusammen mit Walter Höllerer gründete er die Zeitschrift "Akzente". Er war Juror des Döblin-Preises und des Jürgen-Ponto-Förderpreises.
Gerrit-Jan Berendse
Gerrit-Jan Berendse wurde 1959 in den Niederlanden geboren. Er ist Professor für Germanistik an der Universität von Cardiff in England und publizierte das Buch "Die sächsische Dichterschule", welches sich mit der Lyrik der DDR in den 60ern und 70ern beschäftigt.
Fritz Weigle Bernstein
Fritz Weigle Bernstein, 1938 geboren, ist Satiriker, Grafiker und Lyriker sowie Mitbegründer des Satiremagazins "Titanic".
Marcel Beyer
Marcel Beyer, 1965 in Tailfingen/Württemberg geboren, ist Verfasser von Lyrik, Romanen und Essays. Er studierte Germanistik, Anglistik und Literaturwissenschaft. In den 90er Jahren arbeitete er als Lektor für die Literaturzeitschrift »Konzepte« und war Writer in residence am University College London und an der University of Warwick in Coventry. Sein Roman "Flughunde" gehört zu den bedeutenden literarischen Publikationen der letzten Dekade des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld. Beyer lebt heute in Dresden.
Pieke Biermann
Pieke Biermann wurde 1950 im niedersächsischen Stolzenau geboren. Sie hat sowohl Germanistik und Anglistik als auch Politikwissenschaft studiert und ist dreifache Preisträgerin des Deutschen Krimipreises. Seit 1976 lebt sie in Berlin.
Wolf Biermann
Der Liedermacher und Lyriker Wolf Biermann wurde 1936 in Hamburg geboren. Er war Regieassistent beim Berliner Ensemble und begann 1960 in der DDR zu komponieren und zu schreiben, worauf er 1963 aus der SED ausgeschlossen wurde, Auftrittsverbot bekam und 1976 nach West-Deutschland ausgebürgert wurde. Heute lebt er in Paris und Hamburg.
Jens Bisky
Jens Bisky ist Kulturredakteur der "Süddeutschen Zeitung" und Verfasser mehrerer Bücher, unter anderem einer Biographie über Kleist. Er wurde 1966 in Leipzig geboren und ist der Sohn des bekannten Politikers Lothar Bisky.
François Bondy
François Bondy, 1915 in Berlin als Sohn tschechisch-ungarischer Eltern geboren, war Essayist, Journalist und Literaturkritiker. Er wuchs im Tessin bei Lugano auf, studierte in Paris und Zürich. Bis zu seiner Internierung 1941 und der anschließenden Ausweisung in die Schweiz lebte er als Redakteur in Paris, ab 1941 als politischer Redakteur bei der Zürcher Weltwoche. In der Folge schrieb er für zahlreiche schweizerische und deutsche Zeitungen und zeichnete sich als Europäer aus. Am 27. Mai 2003 starb Bondy in Zürich.
Mirko Bonné
Der Übersetzer, Romancier, Lyriker und Journalist Mirko Bonné wurde 1965 in Tegernsee geboren. Er ist P.E.N.-Mitglied und hat zahlreiche Preise erhalten. Heute lebt er in Hamburg.
Silvia Bovenschen
Silvia Bovenschen, 1946 in Point bei Neukirchen in Oberbayern geboren, ist Literaturwissenschaftlerin und Essayistin. Sie legte zahlreiche Publikationen vor.
Matthias Brandt
Matthias Brandt, geboren 1961 in Berlin, ist ein deutscher Schauspieler. Der Sohn des früheren deutschen Bundeskanzlers studierte in Hannover Schauspiel und hatte ab 1985 Engagements in zahlreichen deutschsprachigen Theatern. Seit 2000 ist Brandt auch regelmäßig in TV- sowie Kinoproduktionen zu sehen. 2008 erhielt er die Goldene Kamera als Bester Deutscher Schauspieler.
Volker Braun
Volker Braun, geboren 1939 in Dresden, lebt in Berlin. Anfang der sechziger Jahre wurde der Lyriker bekannt und machte sich bald auch als Dramatiker, Prosaautor und Essayist einen Namen. Er erhielt zahlreiche bedeutende Literaturpreise, darunter 1998 den Hans-Erich-Nossak-Preis und 2000 den Georg-Büchner-Preis.
Michael Braun
Michael Braun, geboren 1958 in Hauenstein in der Pfalz, lebt als Literaturkritiker in Heidelberg. Er ist u.a. Herausgeber des Deutschlandfunk Lyrikkalenders und seit 1994 als Moderator beim Erlanger Poetenfest tätig. Zudem gab er mehrere Anthologien zeitgenössischer Lyrik heraus.
Mitchell Breon
Breon Mitchell übersetzt die Werke von Günter Grass ins Englische. Er Hat Kafkas "Der Prozess" neu übersetzt, aber auch Bücher von Siegfried Lenz und Heinrich Böll.
Thomas C. Breuer
Thomas C. Breuer, 1952 in Eisenach geboren, ist Kabarettist und Schriftsteller. Bisher hatte er bereits über 2000 Auftritte. Er verfasst regelmäßig Rundfunkbeiträge für WDR und SWR und legte zahlreiche Publikationen vor.
Irena Brežná
Irena Brežná ist Schriftstellerin und Publizistin, ehemalige Kriegsjournalistin, Slawistin, Psychologin und interkulturelle Vermittlerin. Sie stammt aus der Slowakei und lebt seit 1968 in der Schweiz.
Günter de Bruyn
Günter de Bruyn, geboren 1926 in Berlin, ist ein deutscher Schriftsteller und gehörte zu den bedeutendsten Autoren der DDR. Während des Zweiten Weltkriegs wurde er ab 1943 als Luftwaffenhelfer und ab 1944 als Soldat eingezogen. Nach dem Krieg und kurzer Kriegsgefangenschaft bis 1949 als Neulehrer tätig, begann er eine Ausbildung zum Bibliothekar am Zentralinstitut für Bibliothekswesen in Ost-Berlin, war derweil als Dozent tätig und veröffentlichte wissenschaftliche Arbeiten. Seit 1961 ist de Bruyn freier Schriftsteller, zwischen 1965 und 1978 Mitglied des Zentralvorstandes des Schriftstellerverbandes der DDR, zwischen 1974 und 1982 im Präsidium des PEN-Zentrums der DDR, seit 1991 Mitglied des PEN-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland. Für seine Arbeit wurde er mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Heinrich-Mann-Preis, dem Thomas- Mann-Preis, dem Großen Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Künste, dem Jean-Paul-Preis und dem Deutschen Nationalpreis. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Görsdorf bei Beeskow.
Hans Christoph Buch
Hans Christoph Buch wurde 1944 in Wetzlar geboren. Er ist Romanautor, Reporter, Erzähler und Essayist. In Berlin ging er dem Studium der Germanistik und Slawistik nach, bevor er 1972 promovierte. Als Gastdozent war er u.a. an den Universitäten von San Diego, Essen, New York, Frankfurt, Hongkong und Buenos Aires tätig. Sein politisches Engagement ging mit Reportagereisen im Auftag der Wochenzeitung 'Die Zeit' einher. Der freie Schriftseller lebt heute in Berlin.
Roman Bucheli
Roman Bucheli, geboren 1960, ist Literaturredakteur bei der "Neuen Zürcher Zeitung".
Christoph Buchwald
Christoph Buchwald, geboren 1951, ist vom ersten Band (1979) an ständiger Herausgeber des Jahrbuchs der Lyrik (S. Fischer Verlag). Er ist Verleger des literarischen Verlags Cossee in Amsterdam, übersetzt Gedichte aus dem Niederländischen, hat u.a. die Werkausgabe des Dichters Walter Mehring herausgegeben und als Lektor zahlreiche Lyriker von Oskar Pastior bis Johannes Kühn und von Rolf Haufs bis Miroslav Holub begleitet.
Brigitte Burmeister
Brigitte Burmeister wurde 1940 geboren und ist Schriftstellerin und Literaturwissenschaftlerin. Ihren ersten Roman "Anders oder Vom Aufenthalt in der Fremde" publizierte sie 1987 in der DDR. Der Roman wurde als kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen gelesen.
Andreas Burnier
Andreas Burnier, eigentlich Catharina Irma Dessaur, wurde 1931 in Den Haag geboren und war eine niederländische Schriftstellerin und Kriminologin. Aufgrund ihrer jüdischen Herkunft musste sie während der deutschen Besatzung, zum Teil getrennt von den Eltern, in verschiedenen niederländischen Orten untertauchen. Sie besuchte das Lyceum in Den Haag, studierte danach Medizin und Philosophie in Amsterdam, später Kriminologie in Leiden. Nach ihrer Scheidung im Jahr 1961 von J.H. Zeijlmans van Emmichoven, mit dem sie zwei Kinder bekam, bekannte sie sich zur Homosexualität, ein Thema, das auch ihre Literatur stark beeinflusst. Burnier starb 2002 in Amsterdam.
Thomas Böhm
Thomas Böhm wurde 1968 in Oberhausen geboren. Er ist Programmleiter des Literaturhauses Köln und Vorsitzender der Jury zum Deutschen Hörbuchpreis. Zu seinen Veröffentlichungen zählen "Auf kurze Distanz" (2003) und "Weltempfang" (2006).
Helmut Böttiger
Helmut Böttiger, 1956 in Creglingen geboren, ist Verfasser von literaturessayistischen Werken. Er studierte Germanistik in Freiburg und war als Literaturredakteur bei der "Frankfurter Rundschau" und im Berliner "Tagesspiegel" tätig. Seit 2002 ist er freier Autor und Literaturkritiker. Für sein Werk "Die Gruppe 47" wurde er 2013 mit dem Sachbuch-Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.



































